<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-827866509215408809</id><updated>2012-01-17T19:48:36.409+01:00</updated><title type='text'>AfroSales Tourism Marketing Blog</title><subtitle type='html'>Mecki kommentiert "Happenings" im Afrika Tourismus 
und gibt Marketing Bos- und Weisheiten zum Besten.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://afrosales.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/827866509215408809/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://afrosales.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>R. F. Mecklenburg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01274784977545572463</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>1</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-827866509215408809.post-1681167146961089800</id><published>2012-01-07T18:15:00.003+01:00</published><updated>2012-01-17T19:48:36.416+01:00</updated><title type='text'>Ein bisschen Fake darf sein !</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-SHg0SPDfU_Y/Twh-BgddZkI/AAAAAAAAAF4/onN6bQ11pPY/s1600/picsfunnyfox-small.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 379px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-SHg0SPDfU_Y/Twh-BgddZkI/AAAAAAAAAF4/onN6bQ11pPY/s400/picsfunnyfox-small.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5694940293168457282" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Authentizität im Tourismus – ein bisschen Fake darf sein&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Nur wer authentisch kommuniziert, gewinnt den Kunden &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf Initiative von South African Tourism fand Ende 2011 ein lebhafter „Think Tank“ in München statt. Beim Thema „Travel Trends“ stimmten die meisten Teilnehmer darüber überein, dass die Sehnsucht nach Authentizität bei der emotionalen Wahl von konkurrierenden Destinationen einen zunehmend höheren Stellenwert einnimmt. Die touristischen Anbieter suchen händeringend nach Alternativen zum ruinösen Preiswettbewerb. Authentizität im Sinne von natürlich, echt, ehrlich und glaubhaft beeinflusst die Kaufentscheidung so stark wie kaum ein anderer Faktor; natürlich nicht nur im Tourismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Eine Frage der Definition &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Auf die Frage der südafrikanischen SAT Kollegin, wie wir Germans den Begriff „Authenticity“ im Zusammenhang mit Reisen nach Südafrika definieren, stellte sich heraus, dass die Diskussionsteilnehmer keineswegs gleicher Meinung waren, wo Echtheit endet, und wo „Fake“ beginnt. Beruhigend zu wissen: Darüber haben schon Freud, Heidegger und Sartre gestritten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Im organisierten Tourismus kann es überhaupt keine „echte“ Authentizität geben &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Aus Zeitgründen konnte das spannende Thema nicht zu Ende diskutiert werden. Es hat mich aber nicht losgelassen und blieb „im Hinterkopf“ bis ich Mitte November gemeinsam mit einem französischen Touristiker-Kollegen Neuschwanstein besuchte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fast entschuldigend hatte ich ihn gewarnt, dass unser fotogenes Märchenschloss „eigentlich“ gar nicht authentisch sei. Er meinte darauf: „Im organisierten Tourismus kann es überhaupt keine „echte Authentizität“ geben. Selbst wenn man König Ludwig II – im Gegensatz zu Walt Disney - nicht unterstellen kann, dass er sein Schloss als Erlebniswelt für Touristen geplant und gebaut hat: Das „Erlebbare“ wird immer durch die diversen Unterhaltungsdienstleister in Szene gesetzt.“ Wobei der mildernde französische Begriff  &lt;em&gt;„mis-en-scene“&lt;/em&gt;  sehr viel charmanter klingt als unecht, staged, gestellt oder fake.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;„Staged Authenticity“: Es lebe die gekonnte Inszenierung des Erlebbaren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Vor einigen Jahren - auf der Hamburger Reisemesse - referierte Professor Horst Opaschowski über das Thema „Authentizität &amp; Inszenierung“. Folgendes Zitat fand ich bemerkenswert: „Ein Erlebnis ist immer dann gegeben, wenn ein Unternehmen bewusst Dienstleistungen als Bühne und Produkte als Instrumente nutzt, um den Kunden so zu unterhalten und zu beschäftigen, dass für ihn daraus ein einzigartiges, einprägsames und authentisches Ereignis wird.“ Tourismusforscher sprechen von „staged authenticity“ – von inszenierter Authentizität. Und damit ist überhaupt nichts verkehrt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;„Emergent authenticity“: Manchmal entsteht das Echte aus dem Unechten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Sun City (die Bühne) ist zwar das südafrikanische Paradebeispiel für künstliche Urlaubswelten, aber die Inszenierung des Erlebbaren (das Produkt) ist einfach fabelhaft. Authentisch (hier im Sinne für landestypisch) ist übrigens auch der kunterbunte Besucher-Mix: Knorrige Buren, exotisch ausschauende (südafrikanische) Inderfamilien, gestylte Buppies =B(lack) (Y)uppies, gelehrt dreinschauende bärtige Muslime in ihren weißen Dish-Dashs und durchgeknallte „Kugels“ aus Jozi in ihren etwas zu engen Designerklamotten. Ein 100% authentisches Erlebnis! Zu Sun City, das wir durchaus als Ausdruck authentischer südafrikanischer Lebensfreude begreifen können, passt der Begriff „emergent authenticity“. Hier geht die echte aus einer unechten Authentizität hervor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Angebote, die der Erwartung des Kunden entsprechen, werden als authentisch erlebt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Das Streben nach Authentizität ist ein wesentliches Abgrenzungsmerkmal der anti-konventionellen „Besseren Reisenden.“ Vielleicht reisen sie mit einer Studienreisegruppe nach Venda: Unberührt, urig, echt und weit abseits der ausgetretenen Pfade. Dort treffen sie auf beeindruckend kreative Holzschnitzer, traditionelle Tanzgruppen und weise in echte Leopardenfelle gekleidete Sangomas. Der geneigte Leser ahnt es bereits: Natürlich ist alles inszeniert. Auf Geheiß des Organisators müssen die Domba Tänzerinnen beim Pythontanz  sogar ihre T-Shirts und BH’s ablegen weil es sonst nicht authentisch genug ausschaut. Und der Medizinmann ist vom Tourismusbeauftragten der Region Soutpansberg ermahnt worden, sein Handy nicht am Gürtel zu tragen. Das Erlebnis für unsere elitären Reiseteilnehmer ist jedoch atemberaubend, großartig, unvergesslich und aus ihrer Sicht authentisch. Angebote, die der Erwartung des Kunden entsprechen, werden als authentisch - als echt - erlebt. Insofern ist mit einem kleinen Inszenierungsschubs nichts verkehrt. Wichtig dabei ist: Der Reiseveranstalter darf seinen Kunden auf keinen Fall versprechen: „Heute Abend bieten wir Ihnen einen authentischen Python Tanz.“ Das wäre keine Inszenierung sondern Beschiss. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stattdessen wird der Reiseleiter die Bedeutung des Rituals erklären und ehrlich formulieren: „Die Bewohner des Dorfes Sagole führen Ihnen heute Abend ihren legendären Python Tanz vor.“ Authentisch bedeutet nämlich auch: Ehrlich zu formulieren und glaubhaft zu kommunizieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Wer behauptet, dass er authentisch ist, ist nicht authentisch&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Schweizer Marketing Guru, Mario Huggler sagt: „Wer behauptet, dass er authentisch ist, ist nicht authentisch. Es ist einfacher authentisch zu sein, wenn man nicht davon spricht.“ Die Mehrzahl der deutschen Südafrikabesucher sind erfahrene, aufgeklärte Reisende. Sie suchen zwar echte Erlebnisse, aber die Naivität des Authentizitätspuristen, der sauer wird, wenn er keine echte Authentizität vorfindet, haben sie längst abgelegt. Paradoxerweise beschweren sich eher die Angehörigen der unteren Bildungsschichten über einen vermeintlichen „fake“, wenn sie feststellen, dass der Sangoma aus einem Land Cruiser aussteigt, anstatt per Esel angeritten zu kommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die vom &lt;em&gt;homo touristicus&lt;/em&gt;  ersehnte und erwartete Authentizität ist halt so unterschiedlich wie die soziale Bedeutung, welche unser Kunde der Authentizität beimisst. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Fazit: Authentizität und Inszenierung bilden keine Gegensätze &lt;/strong&gt;                                             &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Münchener Tourismusforscher H-J Kagelmann rät uns Touristikern: „Das vorhandene Potenzial an Attraktionen gezielt und möglichst fehlerlos (= echt) so aufzubereiten, dass die Chancen vergrößert werden, Kunden für diese Angebote zu bekommen, die von diesen (inszenierten) Angeboten so nachdrücklich - und emotional - beeindruckt werden, dass sie zu Hause von authentischen Erlebnissen berichten.“ Authentizität und Inszenierung bilden also gar keine Gegensätze. Wir Touristiker müssen nur versuchen, beide Sichtweisen im Produkt so intelligent zu integrieren, dass sie miteinander harmonisieren. Der Trick ist, den Grad der „Wirklichkeitsgestaltung“ so clever zu dosieren, dass das Erlebnis der geforderten Authentizität der jeweiligen Zielgruppe entspricht. &lt;em&gt;„Corriger la fortune“&lt;/em&gt; – dem Glück etwas nachzuhelfen - ist doch keine Sünde, oder ?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Authentizität ist, was von den Touristen als authentisch empfunden wird – Ausrufezeichen ! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wünsche allen Kolleginnen und Kollegen ein gesundes Neues Jahr!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herzliche Grüße,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mecki&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/827866509215408809-1681167146961089800?l=afrosales.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/827866509215408809/posts/default/1681167146961089800'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/827866509215408809/posts/default/1681167146961089800'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://afrosales.blogspot.com/2012/01/ein-bisschen-fake-darf-sein.html' title='Ein bisschen Fake darf sein !'/><author><name>R. F. Mecklenburg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01274784977545572463</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-SHg0SPDfU_Y/Twh-BgddZkI/AAAAAAAAAF4/onN6bQ11pPY/s72-c/picsfunnyfox-small.jpg' height='72' width='72'/></entry></feed>
